Was ist mit Denkweise gemeint?

Was ist mit Denkweise gemeint?
Februar 25, 2017 Super Admin

Eine Denkweise ist das, was du benutzt, um damit zu denken. Es ist nicht der Inhalt, über den du nachdenkst wie etwa: Was werde ich als nächstes tun? Wie sehr mögen mich die anderen? Oder was soll ich zum Abendessen kochen? Eine Denkweise besteht aus Memen und führt zu einem bestimmten Kontext, dem unsere Aktionen und Interaktionen entspringen. Zum Beispiel erzeugt die Denkweise der öffentlichen Schule einen Kontext, wo es als vereinbart gilt, „dass der Lehrer gezwungen ist, den Regeln der Verwaltung zu folgen. Es gibt festgesetzte Stunden und einen festgesetzten Lehrplan, um mit benoteten Tests zu lernen. Wenn du die besten Noten erlangst, bekommst du die besten Jobs.“ Die Denkweise der freien Schulen erzeugt einen Kontext, wo etwas anderes als vereinbart gilt: „Die Stunden und der Lehrplan werden durch die Interessen des Schülers festgesetzt. Der Test besteht darin, ob der Schüler sein Potential aktiviert und Inspiration erfährt, indem er der Welt seine Gaben zur Verfügung stellt.“

 

Was bedeutet es, deine Denkweise auf den neuesten Stand zu bringen?

Der Mensch übernimmt für gewöhnlich den Großteil seiner Denkweisen direkt von seinen Eltern, noch bevor er zur Schule geht. Doch welche Regel besagt, dass die Denkweise, die du als Baby übernimmst, die optimale Denkweise ist, die du in deinem erwachsenen Leben benutzen sollst? Das wäre genauso albern wie zu sagen: „Da das erste Programm, was ich auf meinem IBM Rechner benutzt habe, VolksWriter ist, werde ich es für immer benutzen.“ Nur weil du derzeit eine bestimmte Denkweise benutzt, heißt es nicht, dass es die wirksamste Denkweise ist, die du nutzen kannst. Es ist ganz einfach, deine Denkweise zu aktualisieren. Der Prozess beinhaltet, dass du die Denkweise, die du aktuell benutzt, identifizierst, ihre Konsequenzen durch und durch erkennst, verstehst, wie alternative Denkweisen funktionieren würden und wählst, welche Denkweise du benutzen willst. Während du von einer Denkweise zur anderen wechselst, könnte es Phasen geben, in denen die alte Denkweise auseinanderfällt und die neue Denkweise noch nicht auf Hochtouren läuft. Diese Übergangszeiten könnten als Flüssigzustand erlebt werden.

 

Warum haben Menschen Angst davor, ihre Denkweise zu aktualisieren?

Vielleicht haben Menschen nicht so sehr Angst davor, ihre Denkweise zu aktualisieren als davor, unbewusst Angst zu erleben. Angst vor der Angst zu haben ist eine konditionierte Reaktion der modernen Kultur. Initiierte Erwachsene betrachten ihre Angst als wertvollen Verstärker für Einsichten und Wachsamkeit. Die Angst begleitet naturgemäß jede interne oder externe Veränderung, weil wir nicht wissen, was als nächstes kommen wird, und wir nicht wissen, ob wir darauf vorbereitet sind, unter den neuen Umständen zu überleben. Bewusste Angst sagt uns, worauf wir uns vorbereiten und worum wir uns während des Veränderungsprozesses kümmern müssen. Auch Traurigkeit begleitet naturgemäß Veränderung, weil wir Dinge loslassen und die alten vertrauten Wege betrauern müssen, um sie durch neue Ideen, Einstellungen und Verhaltensweisen zu ersetzen. Wut begleitet Veränderung, wenn alte Gewohnheiten bestehen bleiben und wir die neue Kompetenz noch nicht erlangt haben. Und Freude begleitet die Veränderung, wenn Vergnügen an der neuen Erfahrung und den erweiterten Spielfeldern gefunden wird.

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